In Murnaus letztem in Hollywood gedrehten Film, City Girl, verliebt
sich eine junge Frau, die in einem Schnellrestaurant arbeitet, in
einen ihrer Kunden, einen jungen Bauern. Mit ihm zieht sie aufs Land,
weil sie dort das wahre Leben zu beginnen hofft. Tatsächlich erregt
sie den Zorn des Schwiegervaters und den begehrlichen Neid der
Landarbeiter. Erst nach einer Beinahe-Katastrophe, nach der
Emanzipation des Sohnes, ihres Mannes, nach ihrem Fluchtversuch stellt
sich ein Happy End her.
Die verrückte Hektik der Großstadt wird satirisch pointiert, ein Gast
verdrängt den anderen vom Hocker, kaum dass der mit seiner Mahlzeit
fertig geworden ist, das Zusammensein in der kleinen Farmhütte,
umgeben von riesigen Weizenfeldern, erscheint als Rohzustand der
Gesellschaft. Dass die heile Welt des Bauernstandes ein Wunschtraum
ist, den gerade die Städter träumen, wird in City Girl eingestanden,
diesem Traum aber ein Rest von Realität zugestanden.
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