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Menschen am Sonntag

Deutschland

1930
Länge: ca. 74 Minuten

Regie: Curt Siodmak, Robert Siodmak, Edgar G. Ulmerund Fred Zinnemann
Drehbuch: Billie Wilder, Curt und Robert Siodmak
Produktion: Edgar G. Ulmer

Kamera: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann

Eine halbdokumentarische Collage aus Spielszenen und Sozialreportage;
durch Bildverismus, Darstellung und Vermittlung sozialer Realität
eines der herausragenden Werke der deutschen Stummfilm-Avantgarde. Die
präzisen und authentischen Beobachtungen aus dem Milieu der
Angestelltenkultur, beispielhaft für die gesellschaftliche Entwicklung
der späten 20er Jahre, haben den Charakter eines historischen
Dokuments; der Inszenierungsstil des Films, der seine Episoden aus dem
Flair der Originalschauplätze und der spontanen Selbstdarstellung
seiner Laienschauspieler entwickelt, beeinflußte den poetischen
Realismus im Frankreich der 30er Jahre und wirkte stilbildend für den
italienischen Neorealismus. Die Mitglieder des Autorenkollektivs
emigrierten später in die USA.

 

Menschen am Sonntag wurde von seinerzeit jungen Filmemachern gedreht
im Jahr 1929 und 1930 in Berlin und Umgebung. Der Film wurde im
Februar 1930 in Berlin uraufgeführt. Er zählt zu den wichtigsten
Vertretern der Neuen Sachlichkeit im Film.

Neue Musik für Klavier solo von Wilfried Kaets

Besetzung
• Erwin Splettstößer: Taxifahrer Erwin
• Brigitte Borchert: Plattenverkäuferin Brigitte
• Wolfgang von Waltershausen: Weinverkäufer Wolfgang
• Christl Ehlers: Komparsin Christl
• Annie Schreyer: Mannequin (Model) Annie