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Inhalt

Als sie das Krankenhaus verlässt, legt eine Mutter ihr Neugeborenes mit einem Abschiedsbrief in eine Limousine und verschwindet, um Selbstmord zu begehen. Als Diebe die Limousine stehlen, entsorgen sie das Baby neben einem Mülleimer. Charlie – der in Armut lebt, aber entgegen des deutschen Titels kein „Vagabund“ ist, da er einen festen Wohnsitz hat – findet es und kümmert sich fortan wie ein Vater um den Kleinen.

Fünf Jahre später ist aus der Mutter, die den Selbstmordversuch überlebt hat, ein Opernstar geworden. Sie leistet Wohltätigkeitsarbeit, bei der sie, ohne es zu wissen, auch ihrem mittlerweile zu einem aufgeweckten Kleinkind herangewachsenen Sohn begegnet.

Als der Junge eines Tages krank wird, meldet der behandelnde Arzt das Kind den Behörden, die kommen, um ihn Charlie wegzunehmen. Bevor der Junge im Waisenhaus ankommt, entwendet Charlie ihn wieder und nimmt ihn mit zu einer Absteige.
Deren Wirt liest von einer Belohnung für den Jungen und gibt ihn der Mutter zurück. Später wird Charlie von einem freundlichen Polizisten geweckt, der ihn mit dem Jungen in der Villa der Mutter wieder vereint.

„Chaplin reflektiert in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm die eigene Kindheit. Eine sentimentale, bittere, sozialkritische Tragikomödie, in der sich Realismus, Romantikund Phantasmagorie dank Chaplins und des kleinen Jackie Coogans unwiderstehlicher Darstellung mit Gags und Slapsticks zu einem großen Kinovergnügen verbinden.“
(Lexikon des internationalen Films)

„Wie in vielen seiner Filme betreibt Chaplin auch in ‚The Kid‘ ein Stück weit Sozialkritik. Einem Mann wird ein Kind weggenommen, nur weil er arm ist. Nur deswegen traut man ihm nicht zu, ein Kind zu erziehen, während man das Kleine ohne zu zögern einer reichen Frau geben würde.
Insgesamt ist "The Kid‘" ein wunderschöner Film, der über fast die gesamten 54 Minuten Spieldauer prächtig unterhält und wie es der Vorspann verspricht, für einige Tränen sorgt.