Info
Deutschland 1929
Drama von Fritz Lang
Musikfassung für Piano von Wilfried Kaets
Länge: ca. 155 min
Kurz und knapp
Gold auf dem Mond, eine Rakete, ein Verrat – und eine Liebesgeschichte auf 384.000 Kilometern Distanz. Fritz Lang schickt seine Helden ins All und erfindet dabei nebenbei den Countdown, die mehrstufige Rakete und den modernen Science-Fiction-Film…
Der letzte große deutsche Stummfilm – und der erste ernsthafte Weltraumfilm der Kinogeschichte.
Inhalt
Der verarmte Professor Manfeldt glaubt an gewaltige Goldvorkommen auf der Rückseite des Mondes – und wird von der Wissenschaft verlacht. Einzig der Ingenieur Wolf Helius glaubt ihm. Gemeinsam mit Manfeldt, dem Kollegen Windegger und dessen Verlobter Friede startet Helius die erste Mondexpedition. Kurz nach dem Start entdeckt die Crew den kleinen Gustav als blinden Passagier. Auf dem Mond brechen verborgene Rivalitäten auf – um Gold, um Liebe, ums Überleben. Nicht alle können die Rückreise antreten.
Gedreht von Oktober 1928 bis Juni 1929 in den UFA-Ateliers Neubabelsberg. Nach dem kommerziellen Desaster von Metropolis musste Lang erstmals ohne großes Budget und ohne Produzent Erich Pommer auskommen. Raketenexperte Hermann Oberth sowie Willy Ley wurden als wissenschaftliche Berater engagiert. Für die Mondlandschaft wurden 40 Waggonladungen Ostseesand ins Studio gefahren. Als der Tonfilm auf dem Vormarsch war, lehnte Lang es ab, den fertig gedrehten Film nachträglich mit Soundeffekten zu versehen – und setzte sich damit gegen die UFA durch.
Fun Fact
Fritz Lang erfand für diesen Film den Countdown: Beim Start der Rakete zählt er rückwärts von zehn auf null – weil, so Lang, das Publikum so sofort verstand, wann die Rakete abhebt. Dieser dramaturgische Kniff wurde später von der echten Raumfahrt übernommen. Die erste erfolgreich gestartete V2-Rakete in Peenemünde trug das Frau-im-Mond-Logo auf ihrer Basis.
