Der Mieter

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Der Mieter

Der Mieter

Kurz und Knapp

Ein Serienmörder geht um, ein rätselhafter Fremder zieht ein – und plötzlich ist nichts mehr sicher. Hitchcock als Meister der Spannung: der falsch verdächtigte Mann, die Blonde in Gefahr, das Publikum im Zweifel bis zur letzten Szene…

Der erste wirklich eigene Hitchcock-Film – und der Beginn einer Thriller-Legende.

London wird vom mysteriösen Serienmörder „Der Rächer“ terrorisiert, der ausschließlich blonde Frauen tötet. In das Haus der Familie Bunting zieht ein schweigsamer, bleicher junger Mann (Ivor Novello) ein – er verhält sich seltsam, versteckt Bilder blonder Frauen und verschwindet nachts auf die Straße. Der Verlobte der Tochter Daisy, ein Polizist voller Eifersucht, macht ihn zum Hauptverdächtigen. Doch Daisy verliebt sich in den geheimnisvollen Fremden. War er der Rächer – oder selbst ein Opfer des Schicksals? Das Publikum weiß es bis zum Ende nicht sicher.

Basiert auf dem Roman The Lodger: A Story of the London Fog von Marie Belloc Lowndes (1913), der sich lose am Fall Jack the Ripper orientiert. Hitchcock drehte zunächst eine Version, die der Produzent Michael Balcon ablehnte – nach Überarbeitung durch Drehbuchautorin Eliot Stannard kam der Film ins Kino und wurde ein großer Erfolg.

Hitchcock nutzt hier erstmals konsequent visuelle Spannung: schräge Kamerawinkel, expressionistische Beleuchtung, subjektive Perspektiven. Berühmt ist die Glasdecken-Einstellung, bei der man den Mieter beim Auf-und-Ab-Gehen von unten durch die Decke sieht – ein früher Beweis für Hitchcocks Einfallsreichtum, da er mit einem Glas-Boden drehte.

Hitchcock taucht kurz in einer Szene im Newsroom auf – einer seiner frühesten Cameo-Auftritte, die zur Legende wurden.

Hitchcock selbst bezeichnete Der Mieter als seinen ersten echten Hitchcock-Film. Alle Zutaten seines späteren Werks sind da: der falsch verdächtigte Mann, die Blonde in Gefahr, das moralisch ambivalente Ende, die Schaulust des Publikums. Ein Schlüsselwerk der Filmgeschichte.

Überblick
Actors
Cinehistorische Musik von Wilfried Kaets