Der heilige Berg

Der heilige Berg
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Der heilige Berg
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Der heilige Berg

Der heilige Berg

Kurz und knapp

Zwei Freunde verlieben sich in die Tänzerin Diotima. Bei einer Klettertour in den Bergen geraten sie in Streit und der jüngere Mann stürzt über einen Felsvorsprung. Der ältere kann ihn gerade noch festhalten, aber nicht mehr hochziehen. Ein Schneesturm zieht heran, und der ältere Freund sieht in einer Halluzination sich und Diotima in einer Eiswelt vor einen Altar treten. Er will auf sie zugehen, stürzt dabei aber tatsächlich sich und den Freund in den Tod. Die von Diotima organisierte Rettungsmannschaft kommt zu spät.
Der erste Bergfilm von Arnold Fanck mit Leni Riefenstahl zusammen mit Luis Trenker.

Regie

Arnold Fanck (* 6. März 1889 in Frankenthal; † 28. September 1974 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Regisseur und Pionier des Bergfilms.

Fanck studierte und promovierte in Geologie und arbeitete als Skilehrer.
1913 drehte er einen Dokumentarfilm über eine Besteigung des Monte Rosa und gilt seit dem als Pionier des Berg-, Sport-, Ski- und Naturfilms.

Er gründete 1920 in Freiburg im Breisgau zusammen mit Odo Deodatus I. Tauern, Bernhard Villinger und Rolf Bauer die „Berg- und Sportfilm GmbH Freiburg“.
Fest zu seinem Team gehörten mit Sepp Allgeier und Hans Schneeberger zwei weitere Kamerapioniere des Bergfilms, die später auch zum Team von Leni Riefenstahl zählten. Er arbeitete 1924 mit Luis Trenker in Der Berg des Schicksals und ab Der heilige Berg (1926) mit Leni Riefenstahl.

International bekannt wurde Fanck mit dem Bergdrama Die weiße Hölle vom Piz Palü (1928), für das er Georg Wilhelm Pabst als Co-Regisseur engagierte, und vor allem mit Der weiße Rausch (1931).
Er drehte seine Filme fast ausschließlich an Originalschauplätzen, so 1932 SOS Eisberg, der vor Grönland spielt und auch dort gedreht wurde. Fanck hat bei den Dreharbeiten seine Darsteller nicht geschont um dramatische und glaubhafte Einstellungen zu erzielen.

In Die weiße Hölle vom Piz Palü ließ er eine Schneewand oberhalb der Darstellerin Leni Riefenstahl absprengen, um den Aufnahmen die erwünschte Dramatik zu verleihen.

In der Zeit des Nationalsozialismus lehnte er zunächst die Zusammenarbeit mit dem Propagandaministerium Joseph Goebbels ab. Zudem begann er 1934 mit den Arbeiten an seinem Film Der ewige Traum/Der König vom Mont-Blanc, der nicht nur von französischen Helden auf französischen Bergen erzählte, sondern über der Cine-Allianz mit Gregor Rabinowitsch auch einen jüdischen Produzenten hatte. Fanck geriet durch diesen Konflikt in ökonomische Schwierigkeiten, die er erst 1936 durch einen Auftrag des japanischen Kulturministerium überwinden konnte.

Mit Die Tochter des Samurai und weiteren „Kulturfilmen“ entschied sich Fanck zur Zusammenarbeit mit der faschistischen Propaganda. Bald darauf entstand mit Ein Robinson (1938/39) ein Propagandafilm für die Bavaria Filmkunst. Fanck trat im April 1940 in die NSDAP ein, trotzdem wurden die Dokumentationen über das neue Berlin, den Atlantikwall, über die Bildhauer Arno Breker und Josef Thorak nicht mehr selbständig von ihm, sondern u.a. von der Leni Riefenstahl Filmproduktion produziert – so hat er seine letzten Filme unter der Verantwortung seiner ehemaligen Schülerin realisiert.

Seine Werke der NS-Zeit wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von den alliierten Militärregierungen verboten, Fanck erhielt keine Aufträge mehr, verarmte und arbeitete als Waldarbeiter.

Filmographie (Auswahl):

  • 1920 – Das Wunder des Schneeschuhs
  • 1921 – Im Kampf mit dem Berge
  • 1922 – Eine Fuchsjagd auf Skiern durchs Engadin
  • 1924 – Der Berg des Schicksals
  • 1926 – Der heilige Berg
  • 1927 – Der große Sprung
  • 1928 – Der Kampf ums Matterhorn (Drehbuch; Regie: Nunzio Malasomma, Mario Bonnard)
  • 1928 – Das weiße Stadion
  • 1929 – Die weiße Hölle vom Piz Palü
  • 1930 – Stürme über dem Montblanc
  • 1931 – Der weiße Rausch
  • 1933 – SOS Eisberg
  • 1934 – Der ewige Traum
  • 1937 – Die Tochter des Samurai
  • 1940 – Ein Robinson – Das Tagebuch eines Matrosen
  • 1941 – Kampf um den Berg – Eine Hochtour vor 20 Jahren
  • 1943 – Josef Thorak – Werkstatt und Werk
  • 1944 – Arno Breker – Harte Zeit, starke Kunst
  • 1944 – Atlantik-Wall

 

Referenzen zum Film

Überblick
Darsteller
Neue Musik von Wilfried Kaets