Kurz und knapp
Eine atemberaubende Actionkomödie um Medien, Drama, Liebe und Mitgefühl. Der ungeschickte Straßenfotograf Buster (Buster Keaton) wird vom Pech verfolgt. Als er der schönen Sally (Marceline Day) begegnet, ist er sofort hoffnungslos bis über beide Ohren verliebt. Sally arbeitet als Sekretärin bei der MGM-Filmwochenschau. Um das Herz seiner Angebeteten zu erobern und in ihrer Nähe zu sein, heuert Buster als Kameramann bei MGM an, liefert jedoch nur katastrophale Ergebnisse. Da gibt ihm Sally den Tipp, beim Neujahrsfest in Chinatown zu drehen: Und tatsächlich kommt es zu einer wilden Schießerei zwischen Mafiabanden der chinesischen Triaden … Komiker-Legende „Stoneface“ Buster Keaton begeistert auch in einem seiner letzten Stummfilme wieder mit genialen Sequenzen, einer actionreichen, turbulenten Handlung und natürlich mit einer zu Herzen gehenden Love-Story!
Zur Musik
Die Musik orientiert sich strukturell an den filmmusikdramaturgischen Zugängen der Stummfilmzeit, verwendet zum Teil auch Themen aus Kinotheken der 1920er-Jahre, ist aber in weiten Teilen eine Neukomposition. Dadurch gelingt eine spannende Balance aus „alten Bildern“ und „neuen Tönen“, die aber nicht einfach kontrapunktisch neben oder gegen den Film laufen, sondern eine dramaturgisch stimmige Verzahnung erzeugen. Der Stummfilm wurde bislang in verschiedenen Kinos, Kirchen und Konzertsälen in Deutschland, Luxemburg, der Schweiz, der Slowakei und im Oman erfolgreich aufgeführt. „Familienkino“: Wie war das eigentlich damals im Kino zur Zeit Eurer Urgroßeltern, in der „Stummfilmzeit“? Mit Hilfe des Stummfilmmusikers Wilfried Kaets wird gezeigt, wie Kino in den Tagen ohne Ton ausgesehen hat. Stummfilmkomiker Buster Keaton hat mit dieser spannungsreichen und überaus witzigen Actionkomödie konsequent alle technisch damals möglichen Gags zum Thema verwirklicht und dabei sogar die halsbrecherischen Stuntszenen selber gedreht. Das Ergebnis ist ein charmant-witziger Film über die zwei wirklich wichtigen Dinge im Leben großer Jungs und Mädchen: spannende Abenteuer und Freundschaft/Liebe … Empfohlen für Kinder ab 9 Jahren mit ihren großen Geschwistern, Eltern und Großeltern.
Regie
Buster Keaton
(eigentlich Joseph Francis Keaton; * 4. Oktober 1895 in Piqua, Kansas; † 1. Februar 1966 in Woodland Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Regisseur. Keaton zählte neben Charles Chaplin und Harold Lloyd zu den erfolgreichsten Komikern der Stummfilmzeit. Wegen seines bewusst ernsten, stoischen Gesichtsausdrucks wurde er The Great Stoneface und „Der Mann, der niemals lachte“ genannt. Ein weiteres Markenzeichen ist sein Pork Pie Hat, ein runder, flacher Hut aus Filz. Durch sein akrobatisches Talent machte er schon als Kind Karriere im Vaudeville-Varieté, ehe er mit einundzwanzig Jahren in den Filmen von Roscoe Arbuckle auftrat. Drei Jahre später begann er mit der Produktion eigener, sehr erfolgreicher Komödien. Mit The Navigator gelang ihm 1924 der Durchbruch und der Anschluss an die beliebtesten Komiker seiner Zeit, Chaplin und Lloyd. Im Zuge des finanziellen Misserfolgs seines aufwendigen Films The General wurde Keaton 1928 Schauspieler bei MGM. 1933 wurde er, mittlerweile alkoholkrank, aufgrund anhaltender Konflikte mit dem Firmenvorstand gekündigt und geriet in Vergessenheit. In den 1950er-Jahren begann die Wiederentdeckung und Würdigung seiner technisch innovativen Stummfilmkomödien, die heute zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte gezählt werden.







